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Fischer holen Rückstände nach langer Eisbedeckung auf Rügen - "Die Fischerei auf den Brotfisch Nummer Eins in Vorpommern ist endlich im vollen Gange", freute sich der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, Dr. Till Backhaus unter Verweis auf hohe Tagesfänge von Hering, die einheimische Fischer derzeit in den Gewässern um Rügen und im Greifswalder Bodden erzielen. Allerdings zeige sich dieses Jahr wieder der bedeutsame Einfluss der Witterung auf den jährlichen Fangerfolg. Die diesjährige Hauptsaison für die traditionelle Heringsfischerei war wegen der langen Eisbedeckung bis in den März hinein mit deutlicher Verspätung angelaufen. "Weil lediglich mit Schleppnetzkuttern eisfreie Gewässer erreicht werden konnten, standen Ende März gerade einmal 60 Prozent des Vorjahresfanges zu Buche", musste auch der Minister feststellen. "Inzwischen sind die Fänge aber sowohl in der Menge als auch in der Qualität hervorragend. Alle Sparten der Heringsfischerei tragen hierzu bei." Die Fischer hoffen nun auf ein eher kühles Frühjahr und eine längere Saison bis Mitte Mai. Ob der bis März aufgelaufene Rückstand von rund 3 000 Tonnen noch aufgeholt werden kann, vermag derzeit keiner zu prognostizieren. In einem allerdings ist sich Backhaus sicher: "Ich habe großes Vertrauen zu unseren Küstenfischern. Sie werden auch 2006 alles daran setzen, ihre hart erkämpfte Heringsquote von 15 800 Tonnen abzufischen." Die im laufenden Monat April im Fischbearbeitungszentrum Sassnitz-Mukran angelieferten Fangmengen seien jedenfalls ein gutes Omen, so der Minister erwartungsvoll. Und noch ein Aspekt sei für die Fischer wichtig: "Auch die sich am Weltmarkt orientierenden Preise für Hering bewegen sich derzeit leicht nach oben." Im laufenden Jahr wurden bis zum 31.3.2006 laut Fangstatistik 4.521 Tonnen Hering in Mecklenburg-Vorpommern angelandet. Der Durchschnittspreis liegt bisher bei ca. 270 Euro je Tonne, gut zehn Euro mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 21. April 2006
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