theater04.jpg thalassa.jpg badehaus.jpg 29.04.2001.jpg 23.05.2001b.jpg

informativ

aktuell

unabhängig

 

InnoCrea - Kreativagentur Putbus

Diskussions - Forum  News   Kultur  Gästebuch   Kontakt   Message-Board   Chat   E-cards   RügenLinks  Spiele

 
Sperrbezirke auf Rügen aufgehoben - Unterstützung von Bund und Land eingefordert

Mit Wirkung vom 27. April 2006 wurden sämtliche noch bestehenden Sperrbezirke auf Rügen aufgehoben und zu Wildvogel-Geflügelpest-Beobachtungsgebieten erklärt. Damit ist seit dem 27. April 2006 das gesamte Kreisgebiet Beobachtungsgebiet.

Zum 29. April 2006 wird im nördlichen Bereich von Rügen das Beobachtungsgebiet aufgehoben und damit in diesem Bereich der Zukauf von Geflügel wieder ermöglicht.

Als Beobachtungsgebiet bleiben folgende Bereiche bestehen: vom Rügendamm aus südlich der B 96 bzw. ab Kreuzung Klein Kubbelkow südlich der B196 bis Karow und dann südlich der Straße Karow-Prora sowie die komplette Gemeinde Altefähr und Rambin und die gesamten Ortslagen von Teschenhagen, Karow und Prora. Dieses Beobachtungsgebiet kann erst - keine neuen Befunde vorausgesetzt - zum 06. Mai 2006 aufgehoben werden. Notwendig ist das Fortbestehen dieses mindestens zehn Kilometer breiten Beobachtungsgebietes wegen der Befunde Anfang April in Stralsund (Dänholm, Devin), Neukamp, Neu Reddevitz und Alt Reddevitz. In diesem Beobachtungsgebiet ist derzeit noch kein Geflügelzukauf möglich.

Mit der Aufhebung des Beobachtungsgebietes in der nördlichen Inselhälfte wird auch zeitgleich das Betretungsverbot von Strandabschnitten bei Vaschvitz zum 29. April 2006 komplett aufgehoben.

Das Bundesministerium arbeitet derzeit an einer Geflügel-Aufstallungsverordnung. Kernpunkte im derzeitigen Entwurf sind eine Verlängerung der Aufstallung des Geflügels über den 30. April 2006 hinaus auf unbestimmte Zeit sowie das Ermöglichen einer Volierenhaltung für Geflügel. Diese Volieren beinhalten eine überstehende, nach oben gegen Einträge gesicherte dichte Abdeckung und eine gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherte Seitenbegrenzung.

„Die Entscheidungen zur Bekämpfung der Vogelgrippe auf Rügen sind mit dem erforderlichen sachlichen Fachwissen vor Ort getroffen worden. Ich bin froh, dass es gelungen ist, ein Übergreifen des H5N1-Virus auf Hausgeflügelbestände zu vermeiden. Die Veterinäre und alle anderen Verantwortlichen haben gute Arbeit geleistet“, lobte die Bundestagsabgeordnete Dr. Kirsten Tackmann (Linkspartei) am Mittwoch in einem Gespräch bei Landrätin Kerstin Kassner. Der Landkreis sei seinen Pflichten nachgekommen, habe alles getan, um die Situation in den Griff zu bekommen. Dabei hätten die Rüganer nicht auf Erfahrungen anderen Regionen zurückgreifen können, denn sie seien bundesweit die ersten gewesen, die vor diesem Problem standen.

Landrätin Kerstin Kassner (l) und die Bundestagsabgeordnete Dr. Kirsten Tackmann (r)
foto © Landkreis Rügen

Dr. Kirsten Tackmann, selbst Veterinärmedizinerin, die im Land Brandenburg zu Hause ist und die Entwicklungen um das Naturereignis von Anfang an genau verfolgt hatte, will sich in Berlin für Rügen stark machen. „Bund und Land müssen finanzielle Unterstützung geben. Der Landkreis kann für die Kosten, die bislang bei 1,2 Millionen Euro liegen, nicht allein aufkommen. Hier muss schnell gehandelt werden!“ Als Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz werde sie dieses Anliegen vorbringen, versprach Dr. Kirsten Tackmann.

Ebenso forderte die Politikerin, dass potenzielle EU-Hilfen nicht nur an die großen Geflügelbetriebe, sondern auch an die kleineren Unternehmen ausgereicht werden. Gerade für diese sei die Unterstützung oft überlebenswichtig und existenzsichernd.

Landrätin Kerstin Kassner informierte die Bundestagsabgeordnete auch über das Vorhaben Sonderwirtschaftszone Rügen. „Ich bin vom Kreistag beauftragt worden zu prüfen, welche Voraussetzungen für die Einrichtung einer solchen Zone erfüllt werden müssen“, erläuterte sie. Dr. Kerstin Tackmann fand die Idee interessant. Sie werde sich mit der Thematik beschäftigen und in Berlin zur Sprache bringen. Dies vor allem unter dem Aspekt, dass die Menschen Perspektiven haben müssen. Gerade in Regionen wie Rügen, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist und saisonal sehr schwankt, sei ganzjährige Beschäftigung ein primäres Ziel.

27. April 2006

zum Diskussions-Forum
Übersicht Presseberichte
home

  

NEU: Auf unseren News/Aktuelles Seiten können Sie ab sofort für Ihre Firma werben. Superkonditionen im 1/4, 1/2 oder Ganzjahresabo. Rufen Sie uns an (038301 - 88181) oder senden Sie eine mail . Das Angebot ist begrenzt, da auf einer Seite jeweils nur eine d.h. "Ihre" Werbeanzeige erscheinen wird.