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Weitere drei Wildvögel H5N1- positiv - Greifswald ohne Befund

Schwerin/Rügen - In Mecklenburg-Vorpommern ist das Grippevirus H5N1 bei drei weiteren Wildvögeln durch das Friedrich - Loeffler-Institut auf Rügen festgestellt worden. Entgegen ersten Meldungen, die auf einen Übermittlungsfehler basierten, wurde der Mäusebussard nicht in Wiek/Greifswald, sondern in Wiek auf Rügen geborgen. Dadurch entfällt auch die Notwendigkeit, eine Schutzzone in Greifswald einzurichten.

Ebenfalls von Rügen (Bergen) stammte die positiv getestete Großmöwe. Der dritte Positivbefund betrifft einen Singschwan, der in Prerow im Landkreis Nordvorpommern gefunden wurde.

Inzwischen haben Hubschrauber der Bundeswehr und der Polizei sämtliche Küstenabschnitte und Boddengewässer beflogen und Fundstellen toter Tiere erkundet. Dabei wurde gestern insbesondere die Bereiche westlich der Halbinsel Darß bis zur Landesgrenze zu Schleswig-Holstein abgesucht sowie die Küstenlinie zwischen Stralsund und der Halbinsel Struck .

Die entsprechenden Koordinaten wurden an die zuständigen Leitstellen übermittelt, an der Bergung der toten Tiere wird mit Hochdruck gearbeitet.

Erschwert werden diese Arbeiten nach wie vor seeseitig durch das Eis. Es beeinträchtigt insbesondere den Einsatz von Schlauchbooten und Luftkissenfahrzeugen, die durch das Eis an Motoren und Schiffsschrauben beschädigt werden.

Zur Unterstützung der Bergungsarbeiten auf Rügen sind an diesem Woche zusätzlich rund 40 Helfer aus den Landkreisen Mecklenburg - Strelitz und Güstrow im Einsatz.

Nutztierbestände sind weiterhin ohne positiven Befund geblieben.

Weitere drei Wildvögel aus Vierow (Schwan) im Landkreis Ostvorpommern, eine Kanada-Gans aus Klein-Damitz, Landkreis Nordvorpommern und ein Höckerschwan aus Rerik Landkreis Bad Doberan sind mit dem H5N1 Virus infiziert. Dies stellte das Friedrich - Loeffler-Institut am Sonntag morgen fest. Um die Fundstellen wurde jeweils eine 3-km-Schutzzone errichtet. Damit erhöhte sich die Zahl der infizierten Vögel auf 117 bestätigte Fälle.

Angesichts zunehmender Funde von mit dem Vogelgrippevirus H5N1-Virus infizierten Wildvögeln in Mecklenburg-Vorpommern und in anderen Bundesländern hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erneut die Geflügelhalter aufgefordert, die seuchenhygienischen Maßnahmen konsequent einzuhalten. Dr. Backhaus: "Die strenge Einhaltung der Seuchenhygiene ist oberste Pflicht der Geflügelhalter. Auch das ist neben den Maßnahmen von Bund und Land unerlässlich, um die Einschleppung in Nutztierbestände zu vermeiden."

Backhaus forderte insbesondere, dass Geflügelhalter sich nicht am Einsammeln toter Tiere beteiligen. Zugleich müssten sie dafür sorgen, dass mögliche Eintragsquellen wie Futter- und Wasserbehälter sowie Einstreu geschützt und auf mögliche Defizite geprüft werden, so Backhaus. Beispielsweise ist auf das Verfüttern von noch oder schon vorhandenem Aufwuchs als Grünfutter zu verzichten.

26. Februar 2006

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