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Positive Befunde beschränken sich weiter auf den Küstenbereich

Schwerin  - "Die Lage ist weiterhin ernst, denn das Risiko ist nach wie vor hoch, dass das Vogelgrippevirus in Nutztierbestände eingeschleppt wird" so Minister Backhaus heute auf der Pressekonferenz des Interministeriellen Führungsstabes.

Auf der Insel Rügen gibt es 22 weitere positive Befunde mit H5-N1 infizierten Vögeln zu melden. Minister Backhaus: "Dies ist nicht überraschend, denn das anhaltende Vogelsterben auf Rügen beweist, dass das Virus weit verbreitet ist." Die Gesamtzahl liegt damit bei 103 Fällen. Insgesamt wurden seit dem 1. Februar 2006 1.558 tote Tiere untersucht.

Festzustellen bleibt: Die positiven Befunde außerhalb Rügens bleiben bei zwei Fällen und sie beschränken sich auf den Küstenbereich. Entsprechend einer epidemiologischen Risikoanalyse werden besonders gefährdete Tierarten gezielt vordergründig beprobt und untersucht. So sollen die Laborkapazitäten effektiver eingesetzt werden und schneller ein Gesamtbild über die eventuelle Verbreitung des Virus' im Land entstehen.

Minister Backhaus: "Die Behörden in den Landkreisen und im Land sind durch die gestrige Landräte-Konferenz verstärkt sensibilisiert worden. Das Bewusstsein für den Ernst der Lage hat sich verschärft, aus den Erfahrungen Rügens wurde gelernt.

Es geht darum, tote Tiere umgehend einzusammeln, sofort Sperrgebiete abzugrenzen und den Zutritt zu ihnen konsequent zu unterbinden. Schließlich muss bei Material, Schutzkleidung und Technik für alle Fälle vorgesorgt werden. Ich bin überzeugt, die Fehler aus den Anfangstagen werden sich nicht wiederholen."

Nach einer umfassenden Situationsanalyse und Bewertung der bisherigen Desinfektionsmaßnahmen wird bis heute Abend entschieden, in welchem Umfang diese Maßnahmen auf Rügen und den anderen Landkreisen fortgeführt werden müssen.

Bislang mussten in einem landwirtschaftlichen Betrieb und neun Kleinhaltungen Rügens 2.865 Tiere getötet werden. Vor Ort wird von den Veterinärbehörden darüber entschieden, in welchen Betrieben Geflügelbestände vorsorglich getötet werden.

Backhaus: "Die gestrige Meldung, dass die gesamten Geflügelbestände auf Rügen in Höhe von 400.000 Stück getötet werden müssen, weise ich entschieden zurück."

Im Landkreis Rügen sind derzeit über 530 Kräfte im Einsatz.

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21. Februar 2006

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