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„Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden“

Bergen - Unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden“ findet vom 11. bis 26. Juli 2006 das Internationale Workcamp mit Jugendlichen aus sieben Nationen in Bergen auf Rügen statt. Das Workcamp und eine Ausstellung zum Thema wird am 12. Juli 2006 um 17.00 Uhr in Bergen auf Rügen, Kreisverwaltung, Störtebekerstraße 30, eröffnet.

Landrätin Kerstin Kassner wird als Schirmherrin der Volksbundarbeit auf der Insel Rügen gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden Rechtsanwalt Rainer Feit die Jugendlichen, ihre Gäste und die Besucher der Ausstellung herzlich willkommen heißen.

Schwerpunkt des Internationalen Workcamps sind die Pflegemaßnahmen auf den Kriegsgräberstätten in Bergen auf Rügen, in Putbus und in Sassnitz. Darüber hinaus soll ein Einblick in die politische und kulturelle Geschichte und Gegenwart der Region bzw. des Landes Mecklenburg-Vorpommern vermittelt werden. Auch die Schönheit der Insel und die vielen Sehenswürdigkeiten stehen auf dem Programm und natürlich viel Freizeit, um Land und Leute kennen zu lernen.

Den feierlichen Abschluss bildet die öffentliche Kranzniederlegung auf der Kriegsgräberstätte Putbus-Goor am 24. Juli 2006 um 10.00 Uhr.

Krieg, Kriegsende und Nachkriegsjahre haben auch in unserem Land tiefe Narben hinterlassen und große Opfer an Menschen gefordert. Die materiellen Folgen der Kriege sind überwunden, die Kinder und Enkel der „Kriegsgeneration“ sind im Frieden aufgewachsen. Geblieben sind die Millionen Gräber auf den Kriegsgräberstätten weltweit. Auch in Mecklenburg-Vorpommern ruhen mehr als 68.000 Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Kriegsgräberstätten sind Stätten der Erinnerung und zugleich immer auch Stätten der Mahnung zum Frieden, besonders für die nachfolgenden Generationen, die Kriegs- und Notzeiten selbst nicht erlebt haben.

Aus Anlass des 15jährigen Bestehens des Landesverbandes bietet die landesweite Wanderausstellung einen Einblick in die umfangreichen, humanitären Volksbundaufgaben und seine internationale Friedensarbeit mit jungen Menschen.

Inzwischen konnten 14 Kreisverbände gegründet werden, rund 6.000 Förderer (Mitglieder/Spender) und eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer unterstützen die Arbeit in enger Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und den kommunalen Körperschaften des Landes. Mit der Errichtung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Golm 2005 in unmittelbarer Nähe der größten Kriegsgräberstätte des Landes in Kamminke/Usedom wurde für die friedenspädagogische und gewaltpräventive Projektarbeit mit den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ein pädagogisch bedeutender „Lernort der Geschichte“ geschaffen.

Unterstützt wird die landesweite Wanderausstellung durch die Stiftung Gedenken und Frieden (www.GedenkenundFrieden.de).

Die Ausstellung wird bis zum 27. Juli 2006 in der Kreisverwaltung gezeigt und ist danach in Anklam und Wolgast und später auch in den Landkreisen Uecker-Randow und Mecklenburg-Strelitz zu sehen.

08. Juli 2006

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