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Veranstaltungshinweise des Dokumentationszentrum Prora
 
Prora - In den nächsten Wochen wartet das Dokumentationszentrum Prora, Objektstr.1, 18609 Prora/Rügen erneut mit einigen interessanten Veranstaltungen auf.

Am 15. Juni 2006,  19 Uhr hält Prof. Dr. Wolfgang Benz - Zentrum Antisemitismusforschung TU Berlin - einen  Vortrag mit dem Thema: Der Nationalsozialismus und die "Volksgemeinschaft", Legenden und Wirklichkeit. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Wolfgang Benz wurde 1941 geboren. Er arbeitet an der Technischen Universität in Berlin und leitet das Zentrums für Antisemitismusforschung. Prof. Benz ist Herausgeber des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung, Mitherausgeber der Dachauer Hefte, der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft und Autor zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen und jüdisch-deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, insbesondere zur Geschichte des Nationalsozialismus.1992 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis.

Es folgt in der Zeit vom 18.06. bis 23.07.2006 eine Ausstellung mit Skulpturen und Zeichnungen von Michael Jastram. Öffnungszeiten: 09.30 - 19.00 Uhr

Häuser, Räder und Karren, Treppen und Brücken, sind die Themen, die Jastram seit langem beschäftigen. Dabei sind es eigentlich Wagen, Wagen, wie weit ausladende Brücken. Sie erinnern an die alten Zugänge zu Flussfähren, die je nach Wasserstand hin und her gerollt wurden und in denen symbolhaftes steckt. Überall verstreut sitzt oder besser hockt da ein Mensch: allein, ein bisschen verloren, sinnierend, träumend oder hoffend. Das ist die Denkweise, die man von Jastram kennt und aus der die Vielschichtigkeit seiner Skulpturen erwächst. Eine echte Entdeckung sind die Zeichnungen mit der Rohrfeder. Sie erweisen Jastram als brillanten Zeichner. "Die skizzenhaften Zeichnungen regen die Phantasie des Betrachters an, halten den Blick fest im Nachdenken über den Umgang mit Bewegung und Transparenz auf der Fläche und im Raum. Dr.Gabriele Muschter,  Kunsthistorikerin Berlin

Daniela Dahn liest aus ihrem Buch "Demokratischer Abbruch" und neue Texten am 06. Juli 2006,  18 Uhr. Auch zu dieser Veranstaltung ist der Eintritt frei.

Ihr aktuelles Buch "Demokratischer Abbruch" ist eine kritische Bestandsaufnahme, der letzten 16 Jahre deutscher Einheit. Daniela Dahn, Börne-Preisträgerin, schaut sich um im größer gewordenen Deutschland und fragt sich und den Leser, was noch übrig ist, von Freiheit und Gleichheit, von der Glaubwürdigkeit des Systems? Wie sieht unser Umgang mit Recht, Demokratie und Globalisierung aus?  Auf den "Demokratischen Aufbruch", nach 40 Jahren DDR-Diktatur, scheint der "demokratische Abbruch" zu folgen, die Zerstörung von Freiheiten und Rechten im Zeichen eines unbezähmbaren Turbokapitalismus.  Jorge Semprun sagte über Daniela Dahn bei der Verleihung des Börne-Preises: "Daniela Dahn ist eine Kritikerin der Verhältnisse par exellence, sie ist folglich unbequem. Scharfsinnig im Urteil und unabhängig in der Analyse, gehört sie zu den mutigen Publizisten dieser Zeit."

10. Juni 2006

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