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Internationales Jugendparlament stellte Arbeit vor

Seit zwei Jahren arbeiten Jugendliche der beiden Rügener Gymnasien im Jugendparlament der internationalen Kooperation „Vier Ecken der Südlichen Ostsee“ zusammen. Dieser Vereinigung gehören neben Rügen, die dänische Insel Bornholm, die polnische Stadt Swinemünde und die schwedische Region Südost-Skane an. Vor kurzem nun trafen sich Jugendliche des Parlaments, um mit Rügener Politikern die bisherige Arbeit auszuwerten.

Katrin Klehs, Schülerin der 13. Klasse und Präsidentin des Jugendparlaments, stellte die Hauptergebnisse der Jugendaustausche und –gespräche vor. Sie konnte einschätzen, dass die Diskussion in mehreren Arbeitsgruppen des Parlaments, so zum Beispiel zu den Themen „Alkohol und Drogen“, „Gewalt und Rassismus“, „Umwelt“ sowie „Lebensstandard“, im Verlauf des Projektes ständig an Qualität zugenommen hat. Auch die Struktur des Parlaments hat sich gefestigt, jüngere Schüler wurden für die Mitarbeit gewonnen.

Rege diskutiert wurde über Vorschläge der Schüler zur Drogenproblematik. Ein zentrales Anliegen in diesem Zusammenhang war, dass die Schüler möglichst früh aufgeklärt werden müssen. Von den Mädchen und Jungen wurden Aktionen vorgeschlagen, wie beispielsweise ein Aufklärungstag, die gemeinsame Erarbeitung von „Abschreckungsplakaten“, die Weiterbildung von Lehrern hinsichtlich Drogen auf dem Schulhof und Projektkurse. Während des Jugendevents Prora 06, so eine weitere Idee, könnte diese Problematik ebenfalls thematisiert werden. Positiv werteten die Jugendlichen, dass das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bergen zur Nichtraucherschule erklärt wurde.

In der Arbeitsgruppe „Umwelt“ setzten sich die Mädchen und Jungen besonders mit den Problemen Müllbeseitigung und Mülltrennung auseinander. Sie boten an, sich an Aktionen zur Müllbeseitigung zu beteiligen. Kritisch merkten sie an, dass die entsprechende Erziehung bereits im Elternhaus beginnen muss.

Die Jugendlichen wünschen sich eine Weiterführung der Austauschprojekte mit den europäischen Partnern. Sport- und Kulturveranstaltungen gegen Rassismus und Gewalt sollten fortgeführt werden, auch Schüleraustausche und Sprachkurse waren auf der „Wunschliste“ ganz oben.

Einig war man sich, dass die engagierte Arbeit des Jugendparlaments auch in Zukunft stattfinden muss. Sowohl die Kreistagsabgeordneten als auch die beiden anwesenden Schulleiter der Gymnasien Bergen und Sassnitz sagten Unterstützung zu.

25. März 2006

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