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Zwei Preisträger - Tusculum-Preis 2005 verliehen

Bergen - Unter der Schirm"frau"schaft von Landrätin Kerstin Kassner wurde am 27. März 2006  im Sitzungssaal des Landratsamtes der Tusculum-Preis für besondere Verdienste um das kulturelle Engagement verliehen. Der Tusculum-Preis 2005 wurde an zwei Preisträger und zwar Familie Gampe/Druckhof Gampe und an die Hochschule für bildende Künste Dresden, verliehen.

Während einer öffentlichen Mitgliederversammlung am 3. August 2005, hatte der Tusculum-Verein einstimmig beschlossen, die bekannte Familie Gampe, Inhaber der Firma „Druckhof GAMPE“ mit dem Tusculum-Preis auszuzeichnen und damit deren großes Engagement um das kulturelle Erbe der Insel Rügen (durch Veröffentlichung zahlreicher Buchtitel) und deren Einrichtung eines „Druckerei-Museums“ in Gingst zu würdigen.

Als weiterer Preisträger wurde die „Hochschule für Bildende Künste“ in Dresden vorgeschlagen. Nicht nur wegen der hervorragenden Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses, sondern auch wegen des kritischen Bekennens zum geistigen Erbe. Dies wurde im Februar 2005 dokumentiert durch ein weithin sichtbares Transparent gegenüber dem Neubau der Frauenkirche. Die Aussage darauf lautet wörtlich „Wir werden nicht zusehen, wie das geistige und intellektuelle Erbe in unserem Land wieder durch rechtsnationale Ideologie gefährdet wird“. Diese Haltung ist besonders in unserer Zeit von besonderer Bedeutung und verdient eine überregionale Anerkennung und Würdigung.

Die Preisverleihung an die „Hochschule für Bildende Künste“ wird in Dresden erfolgen.

Bereits 1976 entstand bei dem Rezitator und Herausgeber des Vereinsorgans „DER TUSCULANER“ (1986 gegründet), Heinz Nied, die Idee, den „Tusculum-Preis für besondere Verdienste auf kulturellem Gebiet“ ins Leben zu rufen. Der Preis wurde bisher an mehr als 100 Menschen verliehen. In den Folgejahren stiftete Nied auch den „Sankt-Ignoranz-Preis“ und „Leere Blase“-Preis, ein Negativpreis für Phrasendrescherei und das Nichtbeantworten von Briefen und Fragen. 

27. März 2006

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