theater04.jpg thalassa.jpg badehaus.jpg 29.04.2001.jpg 23.05.2001b.jpg

informativ

aktuell

unabhängig

 

InnoCrea - Kreativagentur Putbus

Diskussions - Forum  News   Kultur  Gästebuch   Kontakt   Message-Board   Chat   E-cards   RügenLinks  Spiele

 
Keine neuen Befunde bei Wildvögeln - Nutztierbestand weiterhin infektionsfrei

Schwerin/Berlin - "Es gibt keine neuen positiven Befunde bei Wildvögeln im Land. Auch der Nutztierbestand verzeichnet weiterhin keine Infektion", so Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus auf der heutigen Pressekonferenz. In den Landkreisen wurden Geflügelbestände untersucht - allein auf Rügen erhöhte sich die Zahl auf 1.295 klinische Bestandsuntersuchungen. Dabei waren keinerlei Krankheitszeichen erkennbar. Die Zahl der H5N1-infizierten Wildvögel im Land beträgt weiterhin 121.

"Die seuchenhygienischen Maßnahmen laufen weiter wie bisher, und die entsprechenden Schutz- und Überwachungszonen werden aufrecht erhalten. Mit Hilfe der Bundeswehr, des THW sowie der Helfer von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren wurden die verendeten Tiere schnell beseitigt", so der Minister. Gestern wurden auf Rügen in schwer zugänglichen Gebieten östlich von Ummanz Vögel eingesammelt, Eisflächen vor Vitte (Hiddensee) und der Tetzitzer See beräumt. Die Sammlung an Land wurde zunächst beendet; die Suche und Bergung konzentriert sich jetzt vorwiegend auf einzelne Bereiche im Wasser. Die Flugaufklärung wird auch in den kommenden Wochen beibehalten, um auf mögliche neue Entwicklungen schnell reagieren zu können.

"Die in der Bundesrepublik eingeleiteten Maßnahmen, insbesondere die Informationspolitik und die schnelle Untersuchung der Proben, sind vom Internationalen Tierseuchenamt in Paris (O.I.E.) ausdrücklich gelobt worden", erklärte der Landwirtschaftsminister.

Befragt zu den Kosten der Seuchenbekämpfungsmaßnahmen erklärte Backhaus: "Alle Kosten werden erfasst, die in Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die Vogelgrippe stehen. Wie sie zwischen Land, Landkreisen und Kommunen aufgeteilt werden, darüber werden wir uns im Anschluss an die Krise verständigen. Hier wird es auf jeden Fall eine faire Lösung geben", so der Landwirtschaftsminister.

Bereits in der vergangenen Woche, also vor dem ersten Nachweis des Vogelgrippe-Virus bei einer Katze in Deutschland, wurde damit begonnen Säugetiere wie Füchse, Katzen, Marderhunde und andere Kleinsäuger zu überwachen und auf H5N1 zu testen. Minister Backhaus: "Bund und Länder haben dieses umsichtige Verhalten in der heutigen Konferenz begrüßt und weitere Maßnahmen beschlossen: So soll in einer Eilverordnung des Bundes der Umgang mit empfänglichen Haustieren geregelt werden.

Ziel dieser Eilverordnung ist, vor allem Katzen von infizierten Vögeln fernzuhalten. Deshalb sollten sie in den Schutzzonen möglichst im Haus gehalten werden. Backhaus: "Katzenhalter, die auf Hygiene achten und ihre Tiere ordnungsgemäß versorgen, haben ein Infektionsrisiko nicht zu befürchten. Eine gezielte Bejagung von streunenden Katzen auf Rügen erfolgt nicht."

Nachdem gestern erstmals bei einer Katze eine H5N1-Infektion nachgewiesen wurde, hat der Nationale Krisenstab heute über weitere Maßnahmen zum Schutz vor der Vogelgrippe beraten. „Bund und Länder waren sich über die Risikolage einig und haben sich heute über zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest verständigt“, sagte Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Anschluss an die Telefonkonferenz mit den Ländern.

Per Bundesverordnung soll festgelegt werden, dass in den bereits bestehenden Sperrzonen (drei Kilometer um den Fundort eines infizierten Vogels) ein Leinenzwang für Hunde gilt und Katzen im Haus zu halten sind. Die Bundesländer, die bereits H5N1-Funde bei Wildvögeln haben, werden diese Maßnahmen sofort erlassen.

Das Wildvogelmonitoring soll auf hohem Niveau fortgesetzt werden. Die Länder haben sich darauf geeinigt, in Sperrzonen aufgefundene tote oder auffällige Säugetiere ebenfalls zu untersuchen. Das Friedrich Loeffler-Institut stellt den Ländern einen Monitoringplan zur Verfügung.

Ein eventuelles Impfen von Hauskatzen wurde als nicht zielführend angesehen, da es zur Zeit weder einen geeigneten Tierimpfstoff gibt, noch die im Humanbereich vorhandenen Grippeschutzimpfungen eine Wirkung gegenüber H5N1 enthalten.

Eine umfassende Bewertung und weitere Maßnahmen wird Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, morgen im Anschluss an weitere Expertenberatungen bekannt geben.

01. März 2006

zum Diskussions-Forum
Übersicht Presseberichte
home

  

NEU: Auf unseren News/Aktuelles Seiten können Sie ab sofort für Ihre Firma werben. Superkonditionen im 1/4, 1/2 oder Ganzjahresabo. Rufen Sie uns an (038301 - 88181) oder senden Sie eine mail . Das Angebot ist begrenzt, da auf einer Seite jeweils nur eine d.h. "Ihre" Werbeanzeige erscheinen wird.