theater04.jpg thalassa.jpg badehaus.jpg 29.04.2001.jpg 23.05.2001b.jpg

informativ

aktuell

unabhängig

 

InnoCrea - Kreativagentur Putbus

Postkarten   Diskussions-Forum    Chat    Gästebuch    Kontakt    Putbus - News - Ticker

 
Mehr als 500 Rüganer nahmen an EQUAL-Projekten teil

Bergen - „EQUAL war für alle Beteiligten eine Herausforderung. Der Landkreis, die Koordinatoren, die Träger der Teilprojekte und die zahlreichen Partner – sie haben Großartiges geleistet, um jungen Rüganern sowohl neue berufliche Perspektiven zu geben als auch deren Persönlichkeitsentwicklung positiv zu beeinflussen. Das ist wirklich beeindruckend gelungen“, dankte Landrätin Kerstin Kassner während einer EQUAL-Präsentationsveranstaltung am Dienstag in Binz denjenigen, die den jungen Menschen den Weg geebnet hatten. Der Landkreis hatte den  Antrag auf EU-Förderung erarbeitet und war während der gesamten Laufzeit des Programms Projektträger. Auch für die finanziellen Mittel aus Brüssel war der Kreis Adressat. Von hier wurden die Gelder dann weiter geleitet. Um EQUAL überhaupt realisieren zu können, musste vor Beginn zudem eine internationale Kooperation mit anderen Interessenten eingegangen werden. Diese Bedingung der EU erfüllte der Landkreis, indem er mit Partnern in Schweden, Italien und Frankreich zusammen arbeitete. 

Fast alle der acht Rügener Teilprojekte, die auf der Grundlage des EU-Förderprogrammes EQUAL auf die Beine gestellt wurden, sind mittlerweile abgeschlossen. Mehr als 500 Rüganer nahmen in den vergangenen knapp dreieinhalb Jahren daran teil. 70 von ihnen haben dank der Projektarbeit mittlerweile bereits auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß gefasst.

Am IT-College Putbus beispielsweise ging es um die Integration junger Frauen in die Informations- und Kommunikationsbranche, wobei auf ein enges Zusammenwirken mit regionalen Unternehmen Wert gelegt wurde. 21 von 23 Teilnehmern aus den ersten beiden Durchgängen erhielten nach ihrer Ausbildung einen festen Arbeitsplatz, in der Regel sind sie nun als Computerspezialisten in hiesigen mittelständischen Unternehmen anzutreffen.

Oder das Projekt „Dienstleistungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im Tourismus“, das von der Bergener Einrichtung DIAgentur des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund verwirklicht wurde. Hier haben arbeitlose behinderte Menschen u.a. einen Katalog erstellt, der es anderen Behinderten erleichtert, die passende Ferienunterkunft auf der Insel zu finden. Für die fast 70 Seiten starke Broschüre mit dem Titel „Barrierefreier Urlaub auf der Insel Rügen“ haben sie Fragebögen entwickelt und ausgewertet, Hotels, Pensionen und Ferienhäuser vor Ort aufgesucht, Zimmer ausgemessen, Steigungen von Rampen berechnet... Fachlich kompetent, fleißig und engagiert waren sie bei der Sache. Letztendlich konnten gar 16 von 23 Teilnehmern in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden!

Im Sozialbetrieb Fernlüttkevitz haben Jugendliche und junge Erwachsene die Grundlagen für die Herstellung und Veredlung von Wildfrüchten in einer dünn besiedelten Region Rügens geschaffen. An der Grone Schule wurde in zwei Durchgängen ein Fortbildungskonzept als zusätzliche Qualifikation entwickelt, das sich stark an der Wirtschaft orientierte, dem beschäftigungspolitisch wichtigen Trend Wellness folgte und der saisonal bedingten Arbeitslosigkeit entgegenwirken kann. In einem Projekt an der Fortbildungsakademie der Wirtschaft Zirkow konnten Jugendliche ohne Schulabschluss den Hauptschulabschluss nachholen und sich gleichzeitig mit dem regionalen Arbeitsmarkt und seinen Möglichkeiten vertraut machen. Beim CJD Garz wurden Schülerinnen und Schüler für Ausbildungsberufe im Tourismus und im Bereich Information und Kommunikation interessiert. Im Haus der Wirtschaft Stralsund gelang es, Schüler, Auszubildende und junge Arbeitssuchende durch Zukunftsworkshops, Coaching, Lern- und Bewerbungstagebücher zu einer höheren Eigenmotivation und mehr Flexibilität zu führen.

Mit Spannung verfolgt wurde auch, wie sozial ausgegrenzte, demotivierte oder benachteiligte Jugendliche nahe Lohme ein Miscanthus-Feld anlegten und pflegten.

Hier sollte inmitten hoher Pflanzen ein Labyrinth entstehen, in dem sich jung und alt in der Freizeit oder im Urlaub vergnügen können. Die Natur spielte jedoch nicht so recht mit. Die Pflanzen wuchsen nur spärlich, ein Labyrinth kam bislang nicht zustande. Ganz aufgegeben hat man die Hoffnung beim E-Werk Sassnitz, das als  Projektträger fungierte, aber nicht. Vielleicht gedeihen die Miscanthus-Pflanzen ja doch noch ...

Bei der EQUAL-Präsentation zu Wochenbeginn waren sich die Anwesenden einig: Das Programm war eine echte Chance für Rügen, die gut genutzt wurde. Das Anliegen, jungen Leuten Perspektiven aufzuzeigen, die in Ausbildungs- und Arbeitsplätzen münden, ihnen Mut zu machen, sich persönlich weiter zu entwickeln, wurde erreicht. Und so war es nicht verwunderlich, dass man sich dafür aussprach, ähnlich gelagerte Förderprogramme der EU auch künftig zu erschließen und auf Rügen durch ganz konkrete Projekte zu untersetzen. Wenn dann endlich auch mit weniger Bürokratie und Administration, einfacheren Fördermodalitäten und vermeidbaren finanziellen Experimenten Zeichen seitens der EU gesetzt werden, um so besser. Das jedenfalls waren Wünsche der Rüganer Akteure in Richtung Brüssel.

   15. Mai 2005

Übersicht Presseberichte

home

  

NEU: Auf unseren News/Aktuelles Seiten können Sie ab sofort für Ihre Firma werben. Superkonditionen im 1/4, 1/2 oder Ganzjahresabo. Rufen Sie uns an (038301 - 88181) oder senden Sie eine mail . Das Angebot ist begrenzt, da auf einer Seite jeweils nur eine d.h. "Ihre" Werbeanzeige erscheinen wird.