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Fast alle der acht Rügener
Teilprojekte, die auf der Grundlage des EU-Förderprogrammes EQUAL auf die Beine
gestellt wurden, sind mittlerweile abgeschlossen. Mehr als 500 Rüganer nahmen
in den vergangenen knapp dreieinhalb Jahren daran teil. 70 von ihnen haben dank
der Projektarbeit mittlerweile bereits auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß gefasst.
Am IT-College Putbus
beispielsweise ging es um die Integration junger Frauen in die Informations-
und Kommunikationsbranche, wobei auf ein enges Zusammenwirken mit regionalen
Unternehmen Wert gelegt wurde. 21 von 23 Teilnehmern aus den ersten beiden
Durchgängen erhielten nach ihrer Ausbildung einen festen Arbeitsplatz, in der
Regel sind sie nun als Computerspezialisten in hiesigen mittelständischen
Unternehmen anzutreffen Oder das Projekt
„Dienstleistungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im Tourismus“, das
von der Bergener Einrichtung DIAgentur des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund
verwirklicht wurde. Hier haben arbeitlose behinderte Menschen u.a. einen
Katalog erstellt, der es anderen Behinderten erleichtert, die passende
Ferienunterkunft auf der Insel zu finden. Für die fast 70 Seiten starke
Broschüre mit dem Titel „Barrierefreier Urlaub auf der Insel Rügen“ haben sie
Fragebögen entwickelt und ausgewertet, Hotels, Pensionen und Ferienhäuser vor
Ort aufgesucht, Zimmer ausgemessen, Steigungen von Rampen berechnet... Fachlich
kompetent, fleißig und engagiert waren sie bei der Sache. Letztendlich konnten gar
16 von 23 Teilnehmern in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden! Im Sozialbetrieb
Fernlüttkevitz haben Jugendliche und junge Erwachsene die Grundlagen für die
Herstellung und Veredlung von Wildfrüchten in einer dünn besiedelten Region
Rügens geschaffen. An der Grone Schule wurde in zwei Durchgängen ein
Fortbildungskonzept als zusätzliche Qualifikation entwickelt, das sich stark an
der Wirtschaft orientierte, dem beschäftigungspolitisch wichtigen Trend
Wellness folgte und der saisonal bedingten Arbeitslosigkeit entgegenwirken
kann. In einem Projekt an der Fortbildungsakademie der Wirtschaft Zirkow
konnten Jugendliche ohne Schulabschluss den Hauptschulabschluss nachholen und
sich gleichzeitig mit dem regionalen Arbeitsmarkt und seinen Möglichkeiten vertraut
machen. Beim CJD Garz wurden Schülerinnen und Schüler für Ausbildungsberufe im
Tourismus und im Bereich Information und Kommunikation interessiert. Im Haus
der Wirtschaft Stralsund gelang es, Schüler, Auszubildende und junge
Arbeitssuchende durch Zukunftsworkshops, Coaching, Lern- und
Bewerbungstagebücher zu einer höheren Eigenmotivation und mehr Flexibilität zu
führen.
Hier sollte inmitten
hoher Pflanzen ein Labyrinth entstehen, in dem sich jung und alt in der
Freizeit oder im Urlaub vergnügen können. Die Natur spielte jedoch nicht so
recht mit. Die Pflanzen wuchsen nur spärlich, ein Labyrinth kam bislang nicht
zustande. Ganz aufgegeben hat man die Hoffnung beim E-Werk Sassnitz, das
als Projektträger fungierte, aber
nicht. Vielleicht gedeihen die Miscanthus-Pflanzen ja doch noch ... Bei der EQUAL-Präsentation
zu Wochenbeginn waren sich die Anwesenden einig: Das Programm war eine echte
Chance für Rügen, die gut genutzt wurde. Das Anliegen, jungen Leuten
Perspektiven aufzuzeigen, die in Ausbildungs- und Arbeitsplätzen münden, ihnen
Mut zu machen, sich persönlich weiter zu entwickeln, wurde erreicht. Und so war
es nicht verwunderlich, dass man sich dafür aussprach, ähnlich gelagerte
Förderprogramme der EU auch künftig zu erschließen und auf Rügen durch ganz
konkrete Projekte zu untersetzen. Wenn dann endlich auch mit weniger Bürokratie
und Administration, einfacheren Fördermodalitäten und vermeidbaren finanziellen
Experimenten Zeichen seitens der EU gesetzt werden, um so besser. Das
jedenfalls waren Wünsche der Rüganer Akteure in Richtung Brüssel.
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