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Rügen wird familienfreundliche Insel

Bergen auf Rügen - Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer startet Innovationspiloten zum Lokalen Bündnis für Familie: Flexible Kinderbetreuung soll ausgebaut werden

Rügen soll zu einer familienfreundlichen Insel entwickelt werden. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, die Landrätin des Landkreises Rügen, Kerstin Kassner, und der Verein "Rügen tut gut e.V.". stellten heute in Bergen auf Rügen das Projekt "Innovationspilot Rügen" vor. Im Rahmen des Lokalen Bündnis für Familie soll ein inselweites Netz von flexiblen Betreuungsmöglichkeiten für Kinder aufgebaut werden, deren Eltern im saisonalen Bereich oder Schichtbetrieb arbeiten oder auf Rügen zu Gast sind. Unternehmen leisten Unterstützung, um einen gemeinsamen überbetrieblichen Kindergarten zu betreiben, so z. B. ein Zusammenschluss mehrerer Hoteliers und anderer Arbeitgeber.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, erklärte: "Auf Rügen weiß man: Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor. Regionen, denen es gelingt, ein familienfreundliches Klima zu schaffen, sind auf lange Sicht wirtschaftlich im Vorteil. Das gilt auch für touristische Regionen wie die Insel Rügen. Familien muss es da gut gehen, wo sie leben, arbeiten, ausspannen. Flexible Betreuungsangebote helfen Eltern, Beruf und Familie verbinden zu können. So gewinnen sie Zeit mit ihren Kindern. Ich möchte, dass dieses Beispiel Schule macht und wünsche dem Innovationspiloten viel Erfolg."

Bundesweit haben sich bereits 150 Bündnisse der von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt Anfang 2004 gegründeten Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" angeschlossen. Die Initiative hat zum Ziel, familienfreundliche Strukturen auf lokaler Ebene mit Hilfe aller gesellschaftlichen und politischen Gruppen zu stärken. Ein Servicebüro des Bundesfamilienministeriums berät derzeit 289 Städte und Kommunen, die entweder ein Bündnis gegründet haben oder dies vorhaben.

Mit den Innovationspiloten fördert das Bundesfamilienministerium die Entwicklung von Bündnislösungen, die für andere Bündnisse vorbildlich sind. Neben der allgemeinen Beratung durch das Servicebüro werden ganz gezielt Beispiele guter Praxis unterstützt, die Anregungen für die gesamte Bündnisinitiative bieten. Neben Rügen sind Hanau, Jena und ein Projekt des Deutschen Gewerkschaftsbundes Innovationspiloten. Einen Teil der Finanzierung übernimmt die Europäische Union.

   27. Mai 2005

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