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Umweltminister Methling startet Neubau des Boddendeiches Baabe

Baabe - Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling hat heute Vormittag in Baabe auf Rügen mit dem ersten Spatenstich den Neubau des Boddendeiches Baabe gemeinsam mit der Landrätin des Landkreises Rügen, Frau Kerstin Kassner, eingeleitet. Der neue Deich mit einer Länge von 1.679 Metern und einer Kronenhöhe von 2,80 Metern soll im Mai 2006 fertiggestellt sein. Zum Bauvorhaben gehören auch 11 Deichüberfahrten sowie ein Radweg auf der Deichkrone.

In seinem Grußwort verwies Minister Methling auf die langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren für den boddenseitigen Hochwasserschutz der Ortschaft Baabe. Ursprünglich sollte der erste Spatenstich bereits vor sechs Jahren stattfinden. Doch gegen den Planfeststellungsbeschluss von 1999 war geklagt worden. Erst als das Verwaltungsgericht im Jahr 2002 grünes Licht für den Deichbau gab, konnten die Flächen aufgekauft, archäologische Voruntersuchungen der Deichtrasse durchgeführt und umfangreiche Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit gesichert werden.

Minister Methling: "Rund eine Million Euro wird der heute begonnene Deich bis zu seiner Fertigstellung kosten. Mittel, die das Land und der Bund im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" zusammen aufbringen. Dieses Geld ist gut investiert. Die Einwohner Baabes werden künftig auch vor Sturmfluten, die die Stärke des Ereignisses von 1872 erreichen, gut geschützt sein. Zusammen mit der Landessturmflutschutzdüne auf der Seeseite wird der Deich die kontinuierliche Entwicklung des Ortes und die Sicherheit seiner Bürger gewährleisten.

Dennoch weist uns die Natur immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, das Gefahrenbewusstsein wach zu halten. Denn eine vollständige Sicherheit gegen Naturereignisse kann es nicht geben. Es bleibt ein Restrisiko, dessen sich jeder, der in einem überflutungsgefährdeten Gebiet lebt, bewusst sein muss. Nachdem das zuständige Landesamt noch ein in der Trasse festgestelltes prähistorisches Bodendenkmal gesichert hat, gebe ich die Baustelle jetzt frei für Raupen, Radlader und Dumper, denn die Zeiten, als Deiche noch mit dem Spaten aufgeschichtet wurden, sind lange vorbei."

23. September 2005

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