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Bergen - Eine positive Bilanz ihrer gemeinsamen Arbeit in diesem Jahr zogen die sieben größten Ostseeinseln (B7) Anfang Dezember auf ihrer Jahreskonferenz in Visby auf Gotland. Die B7-Partnerschaft, der neben Rügen die schwedischen Inseln Gotland und Öland, die finnischen Aland-Inseln, Hiiumaa und Saaremaa in Estland und unsere dänische Nachbarinsel Bornholm angehören, widmen sich seit mehr als zehn Jahren inselspezifischen Problemen der Ostseeregion. In zahlreichen Projekten tauschen sich Experten, aber auch Bürger zu wichtigen Themen aus. Hochrangige Redner, darunter der ehemalige schwedische Premierminister Ingvar Carlsson, die Präsidentin der schwedischen Gewerkschaft SACO sowie Vertretern des nationalen Kulturrates und der schwedischen Unternehmensbank, hoben die Bedeutung von Kooperationen wie den B7 für die Entwicklung des Ostseeraumes hervor. „Ich glaube nicht, dass uns wirklich bewusst ist, welch großartige Entwicklung wir in den letzten Jahren vollzogen haben“, sagte Carlsson. Die Ostseeinseln hätten unter dem Kalten Krieg am meisten gelitten, nun hätten sie die Chance, von der positiven Entwicklung im Ostseeraum zu profitieren. Mobilität auf dem Arbeitsmarkt oder die Rolle von Bildung und Kultur für eine demokratische und wirtschaftlich erfolgreiche Gestaltung waren weitere Aspekte, die Beachtung fanden. Rügen war auf dieser Jahreskonferenz gut vertreten: Udo Timm (CDU) verfolgte als Landtagsabgeordneter das Programm, Uwe Ahlers (FDP) und Karin Giesel (BfR) vertraten die Insel im politischen Lenkungsausschuss, Dr. Christian Theel (Amt Wirtschaft und Kultur des Landkreises) im Vorstand. Viel Positives zu berichten wusste Martina Schwinkendorf von der Kreisverwaltung in ihrem Jahresbericht als Leiterin der Arbeitsgruppe „People-to-People“: Kultur-, Jugend- und Sportaustausche standen im Vordergrund der Arbeit. Eine Bildungskonferenz auf Gotland im Sommer 2005 gab den Anstoß für eine rege Projektarbeit mehrerer Lehrer unterschiedlicher Schulen auf Rügen. Ebenso erfreulich fiel die Bilanz der Arbeitsgruppe Umwelt aus, in der der Leiter des Umweltamtes der Kreisverwaltung, Dr. Bodo Noack, für Rügen mitwirkt. Die AG widmete sich vor allem Fragen der maritimen Sicherheit. Wichtiges Thema für das kommende Jahr: die Algenplage. Die schwedischen Inseln und mittlerweile auch Bornholm haben aufgrund massiver Algenvermehrung in der jüngsten Vergangenheit große Sorgen um ihre Küstenabschnitte. Bislang war Rügen nicht betroffen, aber das Risiko wächst. Eine Algenplage größeren Ausmaßes hätte schlimme Folgen, insbesondere für die Tourismusbranche. Fragen der Schiffssicherheit, der Umwelt oder der Energie werden im B7-Jahresprogramm daher eine wesentliche Rolle spielen. Die rotierende Präsidentschaft der Partnerschaft, die 2004 noch Rügen inne hatte, wurde nun von Gotland an die Aland-Inseln übergeben. Ansprechpartner für den Landkreis Rügen bei Interesse an der B7-Arbeit sind Martina Schwinkendorf, Telefon 03838 - 813 292 und Dr. Christian Theel, Telefon 03838 - 813-353 im Amt für Wirtschaft und Kultur des Landkreises in Bergen.
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