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Positives Fazit nach der zweitägigen Katastrophenschutzübung

Sturmflut an der Ostseeküste, Wasserstände von bis zu 2,15 m über normal, Überflutungen und Katastrophenalarm in den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins. Dieses Szenario war Ausgangslage für eine großangelegte Katastrophenschutzübung. "Auf Schadensereignisse dieser Art müssen wir gut vorbereitet sein. Bei den Hochwasserkatastrophen in Deutschland der vergangenen Jahre hat sich gezeigt, wie wichtig ein funktionsfähiges Krisenmanagement ist", betonte Innenminister Dr. Gottfried Timm.

Unter der Bezeichnung "ARCHE 05" hat das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz mit Unterstützung des Staatlichen Amtes für Umwelt- und Naturschutz Rostock eine der größten norddeutschen Katastrophenschutzübungen organisiert. Der Kreis der beteiligten Organisationen reicht von dem Katastrohenschutz, dem Technischen Hilfswerk, der Bundeswehr, den Feuerwehren und der Polizei bis hin zu den Verwaltungen des Landes, der Landkreise, kreisfreien Städte und Ämter. Am 21. und 22. Oktober 2005 waren dies in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt rd. 2.686 Kräfte, die durch de Interministeriellen Führungsstab (ImFüst) im Innenministerium M-V koordiniert wurden.

Teils unter den kritischen Augen von Innenminister Timm , der Landräte und Einsatzleiter probten sie den Einsatz unter teilweise schwierigsten Bedingungen. Schwerpunkte waren u.a. Hochwasserschutz- und Deichverteidigungsmaßnahmen, Evakuierungen und die Bekämpfung einer Schiffshavarie vor Rügen. In anderen Landesteilen waren Notunterkünfte einzurichten . Eine Herausforderung für die Einsatzkräfte war die angenommene Havarie eines Fahrgastschiffes auf der Ostsee vor Rügen (Tromper Wiek): rd. 90 Passagiere und Besatzmitglieder (darunter getötete und verletzte Personen) mussten auf See geborgen, angelandet, betreut und medizinisch versorgt werden. Eine Aufgabe, die unter der Führung des Havariekommandos hervorragend gelöst wurde.

Die Bilanz der Organisatoren der Übung nach dem ca. 28stündigen Einsatz der Helfer viel sehr postiv aus. Die im Hinblick auf Katastrophenschutzmaßnahmen entwickelten Konzepte sind stimmig und greifen gut ineinander, so die einhellige Meinung von allen Führungsverantwortlichen. Die selbst gestellten Vorgaben konnten erfüllt werden.

"Ziel der Übung ist die praktische Erprobung der Abwehrplanungen der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig Holstein. Dabei soll die länderübergreifende Zusammenarbeit einschließlich der zuständigen Bundesdienststellen erprobt werden, wie z.B. das koordinierte Handeln aller beteiligten Umwelt-, Küsten- und Katastrophenschutzbehörden. Dies ist uns mit der Übung "ARCHE 05" gelungen", so Innenminister Timm. Auch das Ziel, letzte Schwächen des Konzeptes aufzuzeigen, wurde mit der Übung erreicht.

"Mein Dank gilt nicht nur den direkt am Übungsgeschehen Beteiligten, sondern allen Frauen und Männern, die in den Kreisen, den kreisfreien Städten, im Rettungsdienst und im Katastrophenschutz aktiv sind. Bei Ihnen ist unser Land auch bei schweren Naturkatastrophen in guten Händen", betonte Innenminister Dr. Timm.

23. Oktober 2005

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