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Mediation - der richtige Weg

Bergen - Wenn die Eltern sich nicht mehr verstehen, ständig streiten oder sich gar trennen wollen, dann leiden vor allem die Kinder darunter. Auch vermeintlich unlösbare Probleme zwischen Eltern und Kindern, Schulkonflikte von Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern machen das Leben oft schwer.

In solchen und ähnlichen Situationen wird zunehmend die Hilfe von Mediatoren genutzt. Cornelia Herpe und Petra Sieber im Jugendamt der Kreisverwaltung sind Mediatoren. Sie vermitteln zwischen den Konfliktparteien.
 
Foto ©  by Landkreis Rügen

„Das geschieht außergerichtlich, freiwillig und in vertrauensvoller Atmosphäre. Schrittweise versuchen wir, den Kontakt zwischen den Konfliktparteien wieder herzustellen.

In intensiven Beratungsgesprächen bieten wir ihnen unsere Unterstützung bei der Findung einer eigenverantwortlichen Konfliktlösung an. Das ist oft ein schwieriger Weg. Aber wenn die Parteien zu einem für sie selbst akzeptablen Ergebnis kommen, profitieren sie und vor allem auch die Kinder, die in diesen Konflikt direkt oder indirekt involviert waren, sehr davon. Und das erzeugt auch ein tolles Gefühl bei den Konfliktparteien selbst “, weiß Cornelia Herpe.

Sie und ihre Kollegin haben sich neben ihrer Arbeit anderthalb Jahre lang weiter gebildet. Im Zentrum für Theorie und Praxis der Jugendhilfe in Schabernack machten die gestandenen Diplom-Sozialarbeiterinnen einen zusätzlichen Abschluss – als Mediatoren. Eine harte Ausbildung, die den beiden Frauen eine Menge abverlangte und viel Freizeit verschlang.

Je mehr sich Cornelia Herpe und Petra Sieber in die Thematik hineingeknieten, um so deutlicher wurde: Mediation ist ein wichtiges Handwerkszeug, um die verantwortungsvolle Arbeit mit und für Rüganer Bürger qualitativ noch besser gestalten zu können. Mütter und Väter zum Beispiel haben im Rahmen der Jugendhilfe Anspruch auf Beratung in Fragen der Partnerschaft, wenn sie für ein Kind sorgen. Die Beratung soll helfen, ein partnerschaftliches Zusammenleben in der Familie aufzubauen, Konflikte und Krisen in der Familie zu bewältigen und im Falle der Trennung oder Scheidung Bedingungen zu schaffen, die dem Wohl des Kindes dienen.

„Es ist anerkennenswert, dass unsere Mitarbeiter sich nicht auf dem erworbenen Wissen ausruhen, sondern sich ständig weiter bilden. Dadurch wird das Beratungs- und Hilfsangebot für die Rüganer erweitert und qualitativ verbessert“, dankte Landrätin Kerstin Kassner den beiden Mediatoren stellvertretend für alle Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die an Lehrgängen teilnehmen.

Cornelia Herpe und Petra Sieber sind sich sicher: Mediation ist der richtige Weg, um Probleme in ihrem Verantwortungsbereich „Fachbereich Jugend – Soziale Dienste“ besser in den Griff zu bekommen. Sie sind im Jugendamt der Kreisverwaltung in der Störtebeker Straße 30 in Bergen-Rotensee, Telefon 03838 – 813 350 (Frau Herpe) oder 813 527 (Frau Sieber) zu erreichen.
   13. Juni 2005

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