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Symposium zu den Preußensäulen
Im Frühjahr nächsten Jahres werden sich auf Einladung der Landrätin und des Landesamtes für Denkmalpflege renommierte Wissenschaftler und Denkmalexperten, Politiker und Verwaltungsfachleute zu dem zweitägigen Symposium auf Rügen treffen. Es wird um die kunsthistorische Würdigung und Einordnung der Preußensäulen in die Kulturlandschaft Rügens und Mecklenburg-Vorpommerns gehen, um die Schäden an den Säulen und den Figuren, um Möglichkeiten und das Vorgehen bei der weiteren Behandlung der Denkmäler sowie um das künftige Aufstellen. Die mehr als 15 Meter hohen Bauwerke wurden in den Jahren 1854/ 55 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. von dem Berliner Bildhauer Wilhelm Ludwig Stürmer nach dem Vorbild der Trajansäule in Rom im Stil des späten Klassizismus errichtet. Die imposanten Denkmäler im Süden der Insel sollten an die Siege des Großen Kurfürsten und von Friedrich Wilhelm I. über die Schweden erinnern und den Machtanspruch Preußens über den südlichen Ostseeraum demonstrieren. 1985 wurden in einem Gutachten Rissbildungen und Abspaltungen an den Säulen festgestellt, 1991 wurde wegen akuter Einsturzgefahr der Abbau der Standbilder vorgenommen. Es folgte die Einleitung restauratorischer Maßnahmen. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass die meisten Teile des originalen Steinmaterials zerstört und vorerst nicht mehr zur Aufstellung im freien Gelände geeignet waren. Im Auftrag des Landkreises Rügen als Eigentümer wurden die Preußensäulen Anfang der 90er Jahre von Steinmetzmeister Carlo Wloch abgenommen und zu dessen Berliner Werkstatt transportiert. Hier sollte die Restaurierung und gegebenenfalls die Erstellung von Kopien erfolgen, was aufgrund fehlender Finanzen bislang jedoch nicht möglich war. Anfang September 2005 wurden die Säulen unbearbeitet nach Rügen zurück gebracht. Sie sind jetzt im Zentrum von Putbus gelagert, wo sie von der Öffentlichkeit besichtigt werden können. Lediglich das Standbild von Friedrich Wilhelm I. befindet sich noch in Berlin, weil es beim Aufladen für den Rücktransport beschädigt worden war. Die Restaurierungsarbeiten am Postament der Preußensäule in Groß Stresow wurden im Oktober 2004 beendet. Als nächster Schritt ist die Restaurierung des Postaments in Neukamp geplant. Für die Wiederherrichtung der Denkmäler ist der Landkreis auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Dafür wurde ein Spendenkonto eingerichtet: Kontonummer 30001636 bei Sparkasse Rügen, Bankleitzahl 13051042, Verwendungszweck „Preußensäulen“.
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