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Beeindruckt vom schwedischen Bildungssystem - Rüganer bei B7-Konferenz auf Gotland
Bergen
- Vertreter von Rügener
Bildungseinrichtungen reisten vor kurzem auf Einladung der Kreisverwaltung
Gotlands zur B7-Bildungsskonferenz nach Visby. Gemeinsam mit Kollegen der
anderen Inseln wurde in vier Seminaren über die Besonderheiten der
Bildungseinrichtungen auf den Inseln diskutiert. Welche Möglichkeiten
spezialisierter Ausbildung bieten kleine Regionen? Wie kann man die Bildung als
Entwicklungspotential für die Region nutzen? Zu diesen und ähnlichen Fragen
wurde debattiert.
Zudem besichtigten die
Teilnehmer Einrichtungen der Grundschul- und Gymnasialausbildung, der Lehr- und
Universitätsausbildung sowie der Erwachsenenbildung und erhielten interessante
Einblicke in das schwedische Schulsystem. Der Besuch der Grundschule in Gråbo
hat Anja Heitmüller von der Freien Schule Rügen besonders beeindruckt. „Solche
Austausche im Bildungsbereich sind sehr sinnvoll. In Schweden ist längst
Realität, was bei uns noch immer kritisch diskutiert wird. Die Schulbibliothek
und der technische Ausstattungsgrad der Schulen sind einfach traumhaft. Wir
konnten viel lernen und wollen in Kontakt bleiben“, fasste sie zusammen.
Auch Christine Weigelt von
der Regionalen Schule Sellin war begeistert von den Einblicken in das
schwedische Bildungssystem, während bei den schwedischen Partnern die deutsche
Lehrlingsausbildung und Projekte wie der Junior-Jobmotor auf großes Interesse
stießen. „Dazu würden wir in Zukunft gern gemeinsame Projekte ins Leben rufen“,
so Christine Weigelt. Herr Hoffmann vom IT College sieht Möglichkeiten für gemeinsames
Studieren. „Hier und dort studieren und Credits für den Bachelor-Abschluss
sammeln, das wäre was. Oder Spiele-Programmierung – ein Fach, das es so bei uns
nicht gibt. Vielleicht kann man das eine oder andere in unsere Angebote
integrieren.“
Die entspannte Atmosphäre,
die Freundlichkeit und innere Ruhe der Schüler und Lehrer beeindruckten Liljana
Hein von der Kreisvolkshochschule ganz besonders. Und dass es keine
finanziellen Zwänge zu geben scheint. Dort wird in Bildung investiert und das
macht sich offensichtlich bezahlt, wie man auch an der Pisa-Platzierung
erkennt.
„Ein Jahresetat von fünf
Millionen Euro für eine Schule mit 90 Lehrern und 700 Schülern – da kann man
auch in kleinen Gruppen unterrichten“, schwärmten Frau Erdmann und Herr Müller
von der Beruflichen Schule Sassnitz. Genau wie Frau Hein sind sie an künftigen
Lehrer- und Schüleraustauschen interessiert. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sie eine sehr
motivierende Konferenz erlebt hatten, die viel Potential für eine abwechslungsreiche
Bildungsarbeit an der eigenen Schule aufgezeigt hat. Daran will man nach den
wohlverdienten Ferien unbedingt weiterarbeiten.
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