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Weniger Unfälle, aber mehr Verkehrstote Bergen - Die Verkehrsunfälle in Bereichen von Unfallhäufungsstellen sind 2005 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurück gegangen. So wurden im letzten Jahr an 14 solcher Stellen mehrere Unfälle registriert, 2005 dagegen nur an sechs Stellen. Dies sowie die Senkung der Verkehrsunfallzahlen um 5,4 Prozent im Vergleichszeitraum - 2005 gab es bislang 2396 Verkehrsunfälle - sind u.a. Ausdruck dafür, dass die von der Verkehrsunfallkommission festgelegten Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit richtig und erfolgreich waren. Besorgniserregend allerdings ist, dass bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits 14 Verkehrstote gegenüber acht getöteten Personen im Vergleichszeitraum zu verzeichnen sind. Im Jahr 2004 gab es insgesamt elf Verkehrstote. Die Anzahl Schwer- und Leichtverletzter ist rückläufig. Diese und weitere Einschätzungen standen im Mittelpunkt der jüngsten Beratung der Verkehrsunfallkommission des Landkreises Rügen Anfang November. Festzustellen war auch, dass sich im Jahr 2005 die schwersten Verkehrsunfälle an jenen Stellen ereigneten, die bislang für die Tätigkeit der Kommission, die auf Erhebungen der Polizei basiert, nicht relevant waren. So zum Beispiel Höhe Ortseingang Ketelshagen. Diese Tatsache werden die Mitglieder der Kommission in ihrer künftigen Arbeit selbstverständlich berücksichtigen. An den auffälligsten Unfallhäufungsstellen im Landkreis Rügen sind bauliche Maßnahmen abgeschlossen worden oder werden noch durchgeführt. So hat man an der B 196 - Einmündung L 293/ Karow einen Sichtschutz gesetzt. In der Ortsdurchfahrt Bergen – Ringstraße/ Bahnhofstraße - ist der verkehrsgerechte Ausbau der Kreuzung mit Lichtsignalisierung fast abgeschlossen. An der B 196 – Bergen/ Königstraße - wird die Einmündung mit Linksabbiegespur versehen, und an der B 96 - Einmündung L 30/ Sagard Dobberworth - wird der Knotenpunkt mit einer Lichtzeichenanlage ausgestattet. Die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der L 301 zwischen Bergen und Kluiser Dreieck auf 80 km/h und in einigen Einmündungsbereichen auf 60 km/h zeigt erste Erfolge. Die Analyse der dort durchgeführten Geschwindigkeitsüberwachungen macht deutlich, dass sich fast alle Kraftfahrzeugführer an das Tempolimit halten. Die Quote der ermittelten Geschwindigkeitsüberschreitungen liegt bei den einzelnen Messungen zwischen 0 und 3,3 Prozent zur Gesamtzahl der Fahrzeuge, die den Messpunkt während der Messungen passiert haben. Gegenwärtig konzentrieren sich die Überlegungen der Verkehrsunfallkommission auf das Unfallgeschehen auf den Streckenabschnitten Kluis - Trent, Ralswiek - Lietzow sowie auf die Kurve Semper der B 96 und den begleitenden Radweg der Verbindungsstraße B 96 nach Ralswiek. Schwerpunkt der Arbeit für das Jahr 2006 ist die weitere Auswertung des Unfallgeschehens auf der gesamten Bundesstraße B 96. Dort sind zur Zeit etwa zehn Unfallhäufungslinien erkennbar. Auffällig sind hier besonders schwere Unfälle mit Personenschäden. Wildunfälle machen rund 20 Prozent der Gesamtunfälle aus. In jüngster Zeit ist ein drastischer Anstieg zu beobachten. An wildträchtigen Stellen sollte daher besonders aufmerksam gefahren werden, vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung. Die örtliche Verkehrsunfallkommission ruft alle Fahrzeugführer zu mehr Rücksicht auf. Mit größerem Verantwortungsbewusstsein lassen sich Verkehrsunfälle oftmals verhindern. Dank galt den vielen ehrenamtlichen Helfern im Bereich Verkehrssicherheit.
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