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Verkehrsbeobachtungen im Umfeld von Schulen ausgewertet

Bergen - Zum Beginn des neuen Schuljahres werteten die Mitglieder der AG Verkehrssicherheit Erkenntnisse aus, die aus Verkehrsbeobachtungen im unmittelbaren Umfeld der Schulen stammten. Hauptaugenmerk wurde während der Beobachtungen auf das Verhalten von Schülern, Eltern und weiteren Verkehrsteilnehmern gelegt.

Ein wesentliches Ergebnis lautete: Leichtsinn und Unvernunft von Schülern und Eltern, die geltendes Straßenverkehrsrecht nicht kennen oder zumindest nicht beachteten, führten nicht selten zu sehr gefährlichen Verkehrssituationen vor Schulen. Dem besonnenen Verhalten fast aller Führer der vorbeifahrenden Kraftfahrzeuge war es zu verdanken, dass kaum Schlimmeres passierte.

Die Frage stand im Raum, ob sich Eltern und Kinder der Risiken bewusst sind, die sie mit verkehrswidrigem Verhalten heraufbeschwören können. Verhaltensfehler, die sehr oft beobachtet wurden, waren zum Beispiel: Halten unmittelbar vor der Schule und dies viel länger als erlaubt, Kinder aus dem PKW auf der Gegenfahrbahn vor der Schule aussteigen lassen, Kinder trotz Gegenverkehr auf der fahrbahnmittigen Seite aus dem PKW aussteigen lassen, keine Nutzung von vorhandenen sicheren Straßenquerungen, wie zum Beispiel Ampeln, aufgrund von Bequemlichkeit und längerer Wege.

Kennen die Schulträger und die Eltern die Gefahrenpunkte und Risiken der konkreten Schulwege? Sind diese in erforderlichen Schulwegplänen festgehalten und jedermann zugänglich? Wie sicher sind die Schülerverkehre, insbesondere die Haltestellen des öffentlichen Linienverkehrs? Diese Fragen, deren Beantwortung und daraus resultierende notwendige Maßnahmen werden auch künftig in der AG Verkehrssicherheit eine wichtige Rolle spielen.

Alle Schulen im Landkreis können sich in punkto Schulwegbeobachtungen, einschließlich Ergebnispräsentationen vor Ort, an den Koordinator der Verkehrssicherheitsarbeit im Landkreis Rügen, Matthias Wienke, wenden (Telefon 03838-813 303, Fax 813 603).

Hier ist es ebenso möglich, Hinweise und Anregungen mitzuteilen. Die versprechen sich die Mitglieder der AG auch von dem derzeit noch laufenden Foto- und Malwettbewerb, zu dem Landrätin Kerstin Kassner unter dem Motto „Wie sicher ist mein Schulweg?“ aufgerufen hatte. Eine Jury wird zum Jahresende die besten Arbeiten aussuchen und Preise, darunter einen digitaler Fotoapparat, vergeben.

Weitere Informationen zum Thema Verkehrssicherheit unter www.landkreis-ruegen.de\Regionales .

25. September 2005

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